Das Wahrzeichen der Stadt steht auf erhöhtem Geländefundament und ist fast von allen Anfahrsrouten her sichtbar. Wie ein Finger streckt sich der 62 Meter hohe Turm mit der grünlichen Zwiebelhaube in die Höhe. Der weisslichgraue Solothurner Stein strahlt im Sonnenlicht wie Marmor. Der Stein wurde in unmittelbarer Nähe der Stadt gebrochen. Architekt Gaetano Matteo Pisoni von Ascona stellte sein imposantes Bauwerk genau in die Achse der Hauptgasse. Sein Neffe Paolo Antonio Pisoni führte den Bau zu Ende. Auf dem Turm, der bestiegen werden kann, hielt lange Zeit ein Wächter Ausschau und besorgte den Feueralarm. Eine mit grüner Patina überzogene Kuppel thront über der Vierung. Die Bauzeit ist 1762-1773 datiert. Der spätbarocke Bau erhielt klassizistische Züge. Er muss die damals kleine Bürgerschaft (etwa 3000 Einwohner) finanziell und konzeptionell fast überfordert haben.